Medien

Serien-Favoriten Frühling 2017

25. Mai 2017

Okay, ich gebe es zu: Ich bin ein Serien-Junkie. Lineares TV ist bei mir nebensächlich. In 90 Prozent der TV-Abende läuft bei mir Netflix, Amazon oder Sky Go. Und dann natürlich Serien im Binge-Marathon. Dabei wechseln die Serien oft schnell – 10 Folgen einer Serie sind einfach schnell weggeguckt.

Ich mag es, dass Charaktere tiefer dargestellt und die Handlungen komplexer konstruiert werden. Ich mag es, Charaktere bei ihrer Entwicklung länger zu begleiten und mich einem Thema intensiver zu widmen.

Wenn ich mir nun Gedanken mache, welche Serien mich in den letzten Wochen und Monaten fasziniert haben, fällt es mir schwer, mich auf fünf zu beschränken. Junkie eben 😉 Aber ich versuche es und hier mal. Meine Top 5:

Platz 5: Better Call Saul

Das Prequel zu „Breaking Bad“ – ich glaube, mein Einstieg ins Binge Watching. Wie wurde aus dem kleinen Anwalt James McGill der Draufgänger Saul Goodman, der dann auch keine Hemmungen davor hat, Drogengeld zu verschleiern? Das portraitiert „Better Call Saul“ – nun in der dritten Staffel be Netflix. Die Handlung geht zwar nur langsam voran, aber an Absurditäten gibt es immer noch jede Menge, über die man oft nur Lachen oder Staunen kann. Schön erzählt und in der Anmutung tatsächlich wie „Breaking Bad“. Zu sehen bei Netflix.

Platz 4: Charité

Berlin, 1888. Das Charité ist noch dabei, seine Rolle in der Welt zu finden und Krankheiten wie Diphtherie sind Todesurteile. Das Leben berühmter Forscher zwischen Krankenhaus-Alltag, Forschung und ihrem Privatleben wird packend in der ARD-Serie portraitiert. Sechs Folgen gibt es. Dafür, dass es eine historische Darstellung ist, war ich wirklich begeistert – ist sonst nicht meine favorisiertes Genre.

Platz 3: The Young Pope

Jude Law spielt einen jungen Mann, der seinen Platz als Papst Pius XIII. noch im Vatikan finden muss und der die moralischen Grenzen der katholischen Kirche neu zu definieren versucht. Manchmal bitterböse, aber auch durch die ungewöhnlichen Problemlösungen des Nachfolgers Petrus oft zum schreien komisch. Gibt’s bei Sky.

Platz 2: Eine Reihe betrüblicher Ereignisse

Was tun, wenn man chronisch pleite ist und die eigene Nichte und der eigene Neffe ein fettes Erbe erhalten haben? Richtig, man versucht sie zu adoptieren und so an ihr Erbe zu gelangen. Neil Patrick Harris spielt in der Netflix-Comedy-Serie den bösen Onkel, der in ständig neuen Verkleidungen und Situationen versucht, die Gunst des Jugendamts zu erlangen. Dabei überschreitet er immer wieder die moralischen Grenzen; und wird mal mehr und mal weniger dabei enttarnt. Tolle Erzählweise und vor allem sehr ungewöhnliche Bildsprache. Sehenswert bei Netflix.

Platz 1: Grace and Frankie

Partnertausch mal anders – zwei männliche Senioren outen sich bei ihren Ehefrauen und sind fortan ein Paar. Das schweißt die Ehefrauen Grace und Frankie zusammen; mal mehr, mal weniger. Die beiden könnten dabei nämlich nicht unterschiedlicher sein. Die eine ist die Society-Lady; die andere esoterisch angehaucht. Das entwickelt immer wieder neue Dramen und viele komische Momente. Und dabei gewinnt man beide so sehr lieb, dass man eine Staffel der Serie schwups an einem verregnetem Abend durchgeschaut hat. Großes Kino, Netflix!

Und nun?

Die nächsten Wochen versprechen viel, denn es kommen neue Staffel von „Orange is the new Black“, „House of Cards“, „Unbreakable Kimmy Schmidt“ und noch einiges ganz neues. Mehr dann dazu bald mal wieder hier.

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